Dr. Jens Baas erhält „Bremsklotz des Monats“

Dr. Jens Baas erhält „Bremsklotz des Monats“

Partei der Humanisten verleiht „Bremsklotz des Monats“ an Techniker-Vorstandsvorsitzenden Dr. Jens Baas für das vorsätzliche Ignorieren wissenschaftlicher Erkenntnisse zur Nichtwirksamkeit von Homöopathie.

Ein prominent besetztes Gremium der Partei der Humanisten hat Dr. Jens Baas von der Techniker Krankenkasse die Auszeichnung „Bremsklotz des Monats“ verliehen. Der Preis wird an öffentliche Personen vergeben, die sich den Werten der Aufklärung und Erkenntnissen der Wissenschaft verweigern.

Einstimmig bekam der studierte Mediziner Dr. Jens Baas die Auszeichnung für den Monat März zugesprochen. Ausschlaggebend dafür war, dass die Techniker Krankenkasse in ihrem Leistungsspektrum, trotz höherer Kosten und unbewiesener Wirkung, homöopathische Behandlungen vollumfänglich bezahlt.

„Wir sind verblüfft und erstaunt, dass gerade die zweitgrößte gesetzliche deutsche Krankenkasse in Zeiten von Fake-News und Populismus auf die Wirksamkeit von Zuckerkügelchen setzt“, sagte Robin Thiedmann, Pressesprecher der Partei der Humanisten und Präsident des Auswahlgremiums. „Diese Glanzleistung im Ignorieren des wissenschaftlichen Kenntnisstandes müssen wir honorieren. Wir freuen uns, Herrn Dr. Baas als Preisträger den „Bremsklotz des Monats“ verleihen zu können.“


Staatlich alimentierte Scharlatanerie


Die Techniker Krankenkasse ist seit Tagen in den Schlagzeilen, da eine Studie mit mehr als 44.000 TK-Mitgliedern zutage gefördert hatte, dass die Kosten für homöopathische Behandlungen weit über denen herkömmlicher Therapien liegen. Verschärft wurde der Protest durch einen Tweet der TK, Kritiker sollten doch die Nichtwirksamkeit von Homöopathie nachweisen.

Diese Umkehr der Beweislast im Falle eines vermeintlichen Medikamentes ist absurd. Man stelle sich vor, ein Pharmakonzern würde ein neues Medikament auf den Markt bringen – ungetestet, ohne Wirkstoffgehalt und auf einer  221 Jahre alten Theorie basierend, die den Grundsätzen der Medizin und Naturwissenschaft widerspricht und deren Wirksamkeit in all der Zeit nie nachgewiesen werden konnte – mit eben dieser Begründung. Wären es nicht genau diese Homöopathieanhänger, die auf die Barrikaden gehen würden?

Ein Jahr ist es her, dass die australische Gesundheitsbehörde eine Untersuchung vorlegte, dessen verkürzte Aussage wie folgt lautet:

Homöopathie wirkt nicht!

Es gebe zwar vereinzelt Studien, die Homöopathika eine gewisse Wirksamkeit bei einzelnen Krankheiten bescheinigen; allerdings wiesen diese Untersuchungen erhebliche Mängel auf, sodass die Ergebnisse als nicht valide angesehen werden müssen.

Dass eine Krankenversicherung unwirksame Lifestyleprodukte mit dem Geld der Solidargemeinschaft subventioniert, ist eine rückschrittliche Unterwerfung gegenüber der Esoterikgemeinschaft. „Dr. Baas äußerte in einem Interview, dass es bei einer Kasse, die mit den Beiträgen ihrer Mitglieder und deren Arbeitgebern arbeite, um „höchste Effizienz gehen“ müsse“, sagte Felix Bölter, Parteivorsitzender der Humanisten und ebenfalls Mitglied des Vergabe-Gremiums. „Wir teilen ganz ausdrücklich seine Position! Nun muss er den falschen Kurs der Techniker korrigieren. Die Steuerzahler finanzieren die gesetzlichen Kassen schließlich mit derzeit 14,5 Milliarden Euro jährlich mit.“

Wir fordern in unserem Programm eine einheitliche solidarische Krankenversicherung und den Abbau von bestehenden Ausnahmen. Das Angebot soll dabei ausschließlich auf evidenzbasierter Medizin mit wissenschaftlich nachgewiesener Wirksamkeit beruhen. Wir lehnen Esoterik und sogenannte Alternativmedizin als Pseudowissenschaften ab. Diese können privat oder durch eine Zusatzversicherung bezahlt werden, dürfen jedoch nicht durch irreführende Werbung als medizinisch wirksam angeboten werden. Darüber hinaus darf das Recht von Kindern auf wirksame Gesundheitsversorgung durch die Eltern nicht verweigert werden.

 


Der Preisträger

Der studierte Humanmediziner Dr. Jens Baas arbeitete vor seiner Tätigkeit bei der Techniker Krankenkasse laut Unternehmensangaben an den chirurgischen Universitätskliniken Heidelberg und Münster. Er ist seit 1. Juli 2012 Vorsitzender des zweiköpfigen Vorstands der Techniker Krankenkasse und „für die Unternehmensbereiche Marke und Marketing, Markt und Kunde, Finanzen und Controlling, Informationstechnologie sowie Personal“ verantwortlich. Darüber hinaus verantwortet er weitere Unternehmensbereiche wie „Gesundheitspolitik, Unternehmensentwicklung, Unternehmenskommunikation, Revision und Verwaltungsrat/Vorstand, Justiziariat sowie Compliance“. Die Techniker Krankenkasse bezeichnet ihn „als ausgewiesenen Kenner des Gesundheitssystems und der gesetzlichen Krankenversicherung“.

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